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RESIST

Resilienz im Strafvollzug

Mit dem aufkommenden Diskurs um die Radikalisierung in Haft wird die Handlungsaufforderung an den Strafvollzug und die hier tätigen Mitarbeiter*innen explizit, neben resozialisierenden Maßnahmen Sicherheit aktiv hervorzubringen, indem eine Radikalisierung von Inhaftierten verhindert bzw. unterbrochen werden soll. Radikalisierung wird angenommen, erkannt und bearbeitet. Dabei geraten zwei zentrale Aspekte ins Hintertreffen. Zum einen bleibt implizit, wie sich das Wissen der Fachkräfte in der Deradikalisierungs- und Ausstiegsarbeit praktisch vollzieht. Wie bringen sie welches Wissen an? Wie sensibilisieren sie, klären auf und nehmen Setzungen vor? Zum anderen stellt Radikalität für viele Inhaftierte keine Option dar. Ihre Wahrnehmungen und ihr Repertoire bleiben ungehört.

Die Widerständigkeiten entgegen einer Radikalisierung sollen daher einer Analyse unterzogen werden. Das Vorhaben fragt nach den Gelingensbedingungen und Mechanismen, die das Zusammenspiel der alltäglichen und professionellen Methoden im Gefängnis organisieren. Hierzu werden sowohl Fachkräfte in der Deradikalisierungs- und Ausstiegsarbeit als auch Inhaftierte im Haftalltag ethnographisch begleitet. Zentrales Anliegen des Vorhabens ist die Rekonstruktion der Abläufe, Bezugspunkte und Techniken, um sie einer Auseinandersetzung zugänglich zu machen.

Projektlaufzeit: 2019-2022

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Team

Dörte Negnal, Dr. phil., Soziologin, Kriminologin

Projektleitung

Kontakt: doerte.negnal@uni-siegen.de

Faduma Abukar, Anthropologin, Politikwissenschaftlerin

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt: faduma.abukar@uni-siegen.de

Robert Thiele, Soziologe

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Kontakt: robert.thiele@uni-siegen.de